Coming-Of-Age ohne Sonnenschein: PRÉLUDE

Ein etwas anderer Coming-Of-Age Film ohne coolen Indie-Soundtrack und fröhliche Sonnenschein-Momente läuft momentan im Kino: PRÉLUDE.

Es ist das Kinodebüt der deutsch-ungarisch-iranischen Autorin und Regisseurin Sabrina Sarabi. Es ist ein berührender, konsequenter Film über Liebe, Leidenschaft und hohe Erwartungen an sich selbst.

Neben Liv Lisa Fries und Johannes Nussbaum spielt Louis Hofmann einen 19-jährigen Pianisten, der es mit seiner Begabung an ein Musikkonservatorium geschafft hat. Doch dort wird ihm klar, dass er mit seinem Talent, was in seiner Heimat noch etwas besonderes zu sein schien, nur einer von vielen ist. Die Unterrichtsstunden der Dozenten sind erbarmungslos streng, die Atmosphäre der Schule bitter kalt. David trifft zufällig auf das Pärchen Marie und Walter, woraus sich schnell eine ambivalente Dreiecksbeziehung entwickelt. Doch dieser Kontakt wirkt sich schnell auf Davids Klavierspiel aus. Besessen davon der beste unter seinen Mitschülern zu werden, übt sich David in den Wahnsinn.

David während einer Unterrichtsstunde im Musikkonservatorium

Der Film behält seine monotone Stimmung bis zum Ende über bei. Der Soundtrack besteht oft nur aus abstrakten Klaviermelodien und wird an manchen Stellen von dröhnendem Techno gebrochen.

In PRÉLUDE wird an manchen Stellen außerdem eine interessante Kameraführung und Schnitttechnik angewendet, sodass der Film sich deutlich von anderen deutschen Produktionen unterscheidet und so durch und durch ein ernstzunehmendes Kunstwerk bildet.

PRÉLUDE läuft seit dem 29. August in den deutschen Kinos.

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