FÜR DIE WARMEN TAGE: PLAYLIST NR. 4 / 2018

Nicole Stieben: Playlist-Picks “Für die warmen Tage. Playlist Nr.4 / 2018” 

1. “Hot Summer” – Gurr 

Wie schön, passend für die immer wärmer werdenden Tage, kommen die Gurls von Gurr ganz fesch daher mit ihrer erfrischenden Nummer “Hot Summer”. Sehr einleuchtend der Titel, locker und zum Tanze einladend. Wir sehen uns auf dem Pfingst Open-Air in Werden, kommenden Montag!

 

2. “When The Streets” – Clara Luzia 

Dieser Song ist eher was für ruhigere Sommerabende. Clara Luzia scheint in Deutschland noch eher eine Art Geheimtipp zu sein, dabei ist die in Wien lebende Singer Songwriterin in ihrer Szene stark unterwegs: 2008 gewann sie bereits den Amadeus-Award für ihr zweites Album “The Long Memory” und wurde die kommenden Jahre immer wieder nominiert. Seit 2006 macht die Gute schon Musik und setzt dem ganzen mit ihrem aktuellen Album “When I Take Your Hand” (2018) eine Krone auf.

3. “Kommissar” – FIBEL

“Kommissar”.. den Titel gab es so ähnlich doch schon einmal im Jahr 1982?  Ob Falco nun Inspiration dafür war, sei in den Raum gestellt. Fakt ist, dass Fibel spannende Neulinge sind, deren Musik sich am Geist der 1980er bedient: nämlich das beste vom Post Punk und einen ordentlichen Flair an Neue Deutsche Welle (Da haben wirs..!) Das klingt schrill, interessant und vor allem schaffen Fibel mit ihrem Sound trotzdem etwas neues und frisches. In “Kommissar” geht es um einen mysteriösen Mordfall im Mehrfamilienhaus – ob dieser Fall wohl noch gelöst wird?

4. “Charity” – Courtney Barnett

Das neue Album ist jetzt da und mit ihm eine Hand voll schöner Stücke. Unkomplizierter Gitarren-Indie, dazu Courtneys Stimme, die von der Dynamik her an vielen Stellen irgendwie an Lou Reed erinnert. Nachdem ich von “Need a little time” und “City looks Pretty” schon mehr als überzeugt war von der kommenden Platte, hat mich Courtney Barnetts “Garage Rock-Infused Folk-Pop” nun vollkommen in ihren Bann gezogen!

 

5. “Dive” – Beach House

Hier haben wir einen Song der neuen Platte des US-amerikanisch-französischen Duos. Denn auch ein besonders verträumter und melancholischer Song darf ja bekanntlich auf keiner Sommer-Playlist fehlen. Schließlich muss man ja rückwirkend  immer feststellen, dass auch der Sommer vergänglich ist. Die ganze Platte ist zugegebenermaßen sehr typisch für Beach House, purer Dream-Indie-Pop eben. “Dive” braucht, wie das ganze Album, ein wenig Zeit, um sich zu entfalten. Wer jedoch geduldig ist, genau hinhört und die nötige Ruhe mitbringt, wird auch vom kompletten Album nicht enttäuscht sein.

6. “Die Giraffe streckt sich” – Das Paradies 

“Ich hab’ nix dagegen zu warten, solange du versprichst, dass noch Tabak wächst. Ich liebe lange Autofahrten und dass die Kiosk-Besitzerin auf meine Gewohnheiten setzt”. Hach ja, der spricht einem doch förmlich aus der Studentenseele! Florian Sievers aka Das Paradies hat lauter solche Zeilen parat, denn in seinen Songs geht es um das Heute, die kleinen Sorgen und Wünsche und alles, was dem jungen Individuum der Gegenwart noch so durch den Kopf geht. Schöner Pop, der sich zurücklehnt und erzählt.

 

Roman Stolzenberger: Playlist-Picks “Für die warmen Tage. Playlist Nr.4 / 2018”

1. “You’ll Be Fine” – Pom Poko

Punk, K-Pop, Experimental und Norwegen. Ihr denkt das passt ganz und gar nicht zusammen? Dann solltet ihr mal Pom Poko hören! Die Truppe rund um Sängerin Ragnhild Fangel ist rohe Punk-Energie gepaart mit skandinavischer Craziness a la ABBA. Total verrückte Rythmuswechsel und die experimentellen Riffs von Gitarrist Martin Miguel Tonne machen Pom Poko zur aktuell einzigartigsten Band des hohen Nordens.

2. „Wo soll ich hin?“ – Erregung Öffentlicher Erregung

Stark beeinflusst vom Sound des West-Berliner Undergrounds der späten 70er und frühen 80er Jahre nehmen euch Erregung Öffentlicher Erregung mit in nächtliche U-Bahn Tunnel, in mit Röhrenlicht beleuchtete Waschsalons und verlassene Straßen der anonymen Metropole. Ihre digital verwaschenen Videos unterstreichen das mysteriöse, nächtliche Großstadtflair ihrer Songs. Für mich die neuen „Ideal“, für euch auf jeden Fall extrem hörenswert!

3. „Every 1’s a Winner“ – Ty Segall

Der Underground-Garage-Rocker Ty Segal ist zurück mit einem brandneuen Album und einem genialen Cover des 70s Disco Klassikers „Every 1’s a Winner“ von Hot Chocolate. Roher Garage-Sound und Disco-Feeling haben noch nie so gut zusammengepasst!

 

4. „Tranquility Base Hotel & Casino“ – Arctic Monkeys

Eine nächtliche Hotellounge im 70er Jahre Design. Dunkelgrüne Ledersofas, schwarze Eichentäfelung, gedimmtes Glühbirnenlicht. In der Ecke eine Minibar mit Whiskey und Gin. Durch die große Glasfront erblickt man in der Entfernung unseren blauen Planeten. Und die Arctic Monkeys spielen auf einer mit Zigarettendunst eingenebelten Bühne mit Frontmann Alex Turner am Flügel kosmischen Smooth-Jazz.
„Tranquility Base Hotel & Casino“ ist das geniale Space-Age Meisterwerk der Jungs aus Sheffield, die damit eine neue Ära ihrer Karriere einläuten.

5. „Eisenhüttenstadt“ by Acht Eimer Hühnerherzen

Was kommt raus, wenn sich alte Hasen der deutschen Punkszene zusammentuen und nochmal richtig neu durchstarten? Acht Eimer Hühnerherzen! Melodischer Deutschpunk, der sich anhört als würde er direkt aus einer Ruhrpott-Kneipe in den frühen 80ern kommen und damit exakt den aktuellen Zeitgeist trifft.

 

6. „ALLES WAS ICH MACHE IST KUNST“ by UNS

Nachdem ihr Debut-Album 2013 gefloppt war, trauen sich die Jungs vom Berliner Kollektiv „UNS“ mit einer neuen Single noch einmal ran. Und dieses Mal hat es definitiv geklappt! Der von Retro-Synths geprägte Sound von „ALLES WAS ICH MACHE IST KUNST“ bildet die Grundlage für den ultimativen Sommer-Ohrwurm 2018. Ich bin gespannt auf das zweite Album!

Share:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.